• Dauer der Kost, je nach Befinden 1 bis 2 Tage

Beispiele: bei entzündlichen akuten Erkrankungen im Gastrointestinalem [GIT] Bereich oder deren Anhangsorgane, sowie Nierenerkrankungen.

Konsistenz

  • Breiig mit zunehmender Festigkeit, am Ende weich und stückig, Mundbrei ist in der Regel verträglicher als Püree

Prinzipien

  • Leicht verdaulich und gut resorbierbar, zur Entlastung des Verdauungstraktes
  • Motorisch und sekretorisch nur wenig reizbar
  • Schleimstoffreich
  • Vollwertigkeit anstreben, d.h. keine Dauerkost
  • Energiereich, d.h. KH-reich
  • BS-arm [10-20g/d]
  • Fettarm
  • Flüssigkeitsreich
  • Je nach Symptom stopfend oder abführende Lebensmittel
  • Bei durchfall etwas mehr Salz verwenden
  • Abwechslungsreich in Konsistenz, Geschmack, etc
  • Vitamine und Mineralstoff reich
  • Kein Alkohol

Nährstoffrelation

  • Energie: 1.200 – 1.500 kcal steigend bis 2.000kcal
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KKT-Hinweise

  • Die Portionen sollten mundwarm und auf sechs Mahlzeiten über den Tag verteilt werden. Die Zubereitung sollte Nährstoffschonend vor und zubereitet werden.
    • In wenig Wasser kochen, garen oder dämpfen
    • Nicht lange Warmhalten, bzw. gleich servieren oder schnell abkühlen und später wieder erhitzen
  • Dazu sollten die geeigneten Gartechniken beachtet werden.
Geeignetungeeignet
Dünsten, Dämpfen, Kochen, GarziehenSchmoren und Grillen
Backen in trockener Hitze ohne RöstprodukteBacken in trockener Hitze mit Röstprodukten
Garen in Alufolie oder SchlauchFrittieren
Mikrowelle, Kombidämpfer 
Antihaftpfanne ohne Fett und RöstproduktenBraten mit Fett und Röstprodukten
  • Das 4-S-System beachten, d.h. [wenig süß, sauer, salzig, scharf]
    • Zucker sparsam einsetzten, ggf. auf Süßstoff zurückgreifen
    • Säure mit Milchproduckten abpuffern und/oder mit Kohlehydraten verdünnen.
    • Salz durch frische Kräuter ersetzten
    • Leichte Marinaden verwenden und auf die Lebensmittelauswahl achten
  • Keine geräucherten und gepökelten, kandierten oder karamellisierten Lebensmittel verwenden
  • Keine Röstproduckte endstehen lassen, den diese sind sekretorisch reizend, daher ggf. abdecken und im Wasserbad bei niedriger Hitze und längerer Zeit garen.
  • Brot und Brettchen sollten abgelagert, min. 1 Tag alt sein. Dies sorgt u.a. für einen bessere Verdauung und mindert die Nachgärung im Magen-Darm-Trakt, die ansonsten für eine Motorische Reizung, i.F.v. Blähungen verantwortlich wäre.
  • Suppen und Soßen sollten nicht mit Mehl oder Soßenbindern gebunden werden, stattdessen lieber auf püriertes Gemüse zurückgreifen, jedoch unter der Prämisse Fett und Zucker reduziert.

Backen

  • Bei Rührmassen grundsätzlich weniger Fett verwenden, stattdessen mehr Flüssigkeit hinzugeben oder gänzlich darauf verzichten, da diese Kostform kein Dauerzustand ist.
  • Statt einfetten, lieber auf Backpapier oder Silikonformen zurückgreifen, da dass erhitzte Fett schwerer verdaulich ist
  • Röstprodukte vermeiden indem man abdeckt, die Temperatur senkt und die Backzeit verlängert
  • Ggf. Milch durch Buttermilch [nur bei Unverträglichkeiten] oder Mineralwasser ersetzten

Ballaststoffe

  • erlaubtes, geschältes und gegartes Obst und Gemüse, ausgewogen und wohldosiert max. 3-5g Ballaststoffe pro Tag langsam steigern
  • Rohkost ebenfalls langsam steigern, Möhrenrohkost 50g/d ggf mit Apfel gemischt
  • Blattsalate nur helle junge Blätter mit Dressing aus Buttermilch.

Fett

  • Fettigkeit nach dem Garen hinzufügen, keine erhitzten Fette verwenden, leicht verdauliche Fette wie Butter, Sahne, milde Öle verwenden.
  • Brühen und Suppen soweit entfetten
  • Nicht Panieren oder Mehlieren, Panaden saugen das Fett auf
  • Garnituren aus gewogenen/gehackten Kräutern verwenden
  • Keine Fast- oder -Junkfood, haltbare -Produkte verwenden

Zubereitung Bsp.:

  • Frühstück
    • Diät Rührei, Eierstich, Omelett ohne Röstprodukte
    • Milchsuppe, Fruchtsuppe, Cremesuppe
    • Abg. Brot oder Brötchen mit Frischkäse oder Butter
  • Mittag
    • Rohkost – Möhren mit Apfel
    • Oder Cremesuppe
    • Oder Milchsuppen
    • Eintöpfe mit weichem magerem Fleisch, Hack, Eierstich
    • Milreis
    • Sättigungsbeilagen, wie Kartoffelbrei oder Schnee, feine Teigwaren, Grieß, Graupen
  • Dessert
    • Flammeri, Jogurt, Quark, Obstmuse, Kompott
  • Versperr
    • Rührmasse, Versunkene Apfeltorte, Schoko-Kuchen
    • Biskuitmasse
    • Milchsuppe, Butterkekse, Waffelbrot, Zwieback mit Belag.
  • Abendessen und Spätstück
    • Abg. Mischbrot, oder Vollkorntoast, Brötchen
    • Mit Butter, mageren Wurstsorten und oder Käse
    • Frischkäse, diä. Rührei, Eierstich, Rührei oder Omlett
    • Quarkzubereitungen, Pudding
    • Gegarte Salate
    • Suppen oder Brühen mit Einlage